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Sehr geehrte Damen und Herren,
mit dem Klimaschutz- und Klimawandelanpassungsgesetz Baden-Württemberg hat sich die Landesregierung zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2040 die Netto-Treibhausgasneutralität zu erreichen. Dafür ist weiterhin ein starker Ausbau der Erneuerbaren Energien erforderlich.
Um die insbesondere bei der Umsetzung von Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen auftretende Flächenkonkurrenz gegenüber der
heimischen landwirtschaftlichen Erzeugung zu entschärfen, setzt das Land seit vielen Jahren auch auf die noch junge Technologie der
Agri-Photovoltaik. Diese Kombination aus Stromerzeugung bei gleichzeitiger landwirtschaftlicher Hauptnutzung der Fläche kann dazu
beitragen, wertvolle Flächen zur Erzeugung von Nahrungsmitteln und Rohstoffen zu erhalten und dabei unter Umständen sogar
Synergieeffekte für die Landwirtschaft zu nutzen. Mit der Modellregion Agri-Photovoltaik Baden-Württemberg haben wir uns zum Ziel
gesetzt, offene Fragen zu klären und Erfahrungen und Erkenntnisse zu gewinnen, die es Landwirten und Projektverantwortlichen leichter
machen, geeignete Systeme in die Praxis zu bringen.
Baden-Württemberg nimmt mit diesem Verbundprojekt eine Vorreiterrolle in Deutschland ein. Ich freue mich, Ihnen in dieser
Veranstaltung erste wissenschaftliche Ergebnisse und praktische Erfahrungen zu präsentieren und so wichtige Impulse für den
weiteren Erfahrungsaustausch geben zu können.
Sarah Schweizer MdL
Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg
Der nachfolgende Flyer (PDF-Datei) ist nicht barrierefrei. Alle Inhalte des Flyers stehen auf dieser Internetseite.
Modellregion Agri-Photovoltaik Baden-Württemberg
„Modellregion Agri-Photovoltaik Baden-Württemberg“ heißt das Projekt, mit dem ein interdisziplinäres
Konsortium aus über 20 Partnern den Ausbau der Technologie im Land vorantreiben will. Dies geschieht mit finanzieller
Unterstützung des Landes Baden-Württemberg durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft und das Ministerium
für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat. Seit 2021 leitet das Fraunhofer ISE das Projekt.
In der ersten Umsetzungsphase (2021-2024) lag der Forschungsschwerpunkt auf Kern- und Beerenobst. An fünf Standorten in
Baden-Württemberg (Bavendorf, Heuchlingen, Karlsruhe, Kressbronn am Bodensee und Oberkirch-Nußbach) wurden Agri-PV-Anlagen mit
einer Gesamtleistung von über 1.700 kWp errichtet.
In der zweiten Projektphase ab 2025 wird der Fokus erweitert, um die Potenziale der Agri-PV in Kombination mit der Legehennenhaltung, dem
Weinbau, der Wiederaufforstung, dem Grünland und dem Ackerbau zu untersuchen. Parallel werden die in der ersten Phase gewonnenen Daten
und Erkenntnisse verstärkt verbreitet, was die Aufbereitung und Bewertung der Daten sowie die Kommunikation der Ergebnisse an
Landwirte, Behörden und die breite Öffentlichkeit beinhaltet. Ergänzend sollen Nachführalgorithmen entwickelt und
getestet werden, die bei vollverschatteten Anlagen einen Kom-promiss zwischen landwirtschaftlichem Ertrag und Stromertrag darstellen
sollen.
Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE
Mit seiner Forschung leistet das Fraunhofer ISE einen wesentlichen Beitrag für eine nachhaltige, wirtschaftliche, sichere und
sozial gerechte Energieversorgung weltweit. Als eines der weltweit größten Solarforschungsinstitute ist es unser Ziel, die
Energiewende mit konkret umsetzbaren technologischen Lösungen voranzutreiben. Hierfür forschen wir mit unseren rund 1300
Mitarbeitenden in den vier Schwerpunkten Energiebereitstellung, Energieverteilung, Energiespeicherung und Energienutzung.
Das Fraunhofer ISE ist der Gründer des Agri-Photovoltaik-Konzepts und verfügt über mehr als zwölf Jahre Erfahrung in
der Kombination von Flächen für die Landwirtschaft und die photovoltaische Stromerzeugung. Es ist auf Lichtmanagement und
Strahlungssimulationen zur Optimierung der Verschattung spezialisiert und führt Machbarkeitsstudien sowie F&E-Dienstleistungen
für Agri-Photovoltaik-Projekte durch. Bis heute hat das Fraunhofer ISE an über 30 Agri-Photovoltaik-Projekten in mehr als
zwölf Ländern gearbeitet und Dienstleistungen von der Strategieentwicklung bis zur Projektumsetzung angeboten.
Landesanstalt für Landwirtschaft, Ernährung und Ländlichen Raum (LEL)
Die LEL ist ein fachliches Kompetenz- und Bildungszentrum für die Landwirtschaft und den Ländlichen Raum in
Baden-Württemberg. Als Einrichtung des Ministeriums für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat (MLR) unterstützt
sie mit ihrem interdisziplinären Team Multiplikatoren, Beratungskräfte, Mitarbeitende der Verwaltung, Landwirtinnen und
Landwirte, Verbände, Kommunen und politisch Verantwortliche bei der Bewältgung aktueller und zukünftiger Herausforderungen.
Die Schwerpunkte der LEL liegen in der Erstellung von Fachinformationen, des Wissenstransfers, der Durchführung von
Bildungsveranstaltungen, sowie in der Entwicklung und Begleitung innovativer Projekte, die den Ländlichen Raum nachhaltig
stärken.
Die LEL koordiniert das Projekt „Hybride Landnutzungsformen mit Agri-PV – Chancen für landwirtschaftliche
Unternehmen“ in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer ISE und weiteren Partne-rinnen und Partnern. Darüber hinaus unterstützt
die LEL das MLR bei der strategischen Umsetzung und Weiterentwicklung der „Modellregion Agri-PV Baden-Württemberg".
Anmeldung
Anmeldeschluss: 13. Juli 2026
Anmeldungen sind verbindlich und werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.
Teilnahmebeitrag
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Veranstaltungsort
Zehntkeller Schriesheim
Pfarrer-Eberhard-Platz 2B
69198 Schriesheim
Zielgruppe
Vertreterinnen und Vertreter folgender Institutionen und Bereiche: Kommunen und Landkreise, Fachverwaltungen, Landwirtschaftliche Betriebe, Sonderkulturen, Landwirtschaft-, Naturschutz- und Waldverbände und -vereine, Energieversorgung und Anlagenbetreiber sowie interessierte Personen
Veranstalter
Akademie Ländlicher Raum Baden-Württemberg; Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE; Landesanstalt für Landwirtschaft, Ernährung und Ländlichen Raum; Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg
Hinweise
Die für die Organisation der Veranstaltung notwendigen personenbezogenen Daten werden maschinell verarbeitet und gespeichert. Mit der Anmeldung erklären Sie hierfür Ihr Einverständnis.
Während der Veranstaltung werden Foto- und Filmaufnahmen angefertigt. Diese werden für Zwecke der Veranstaltungsberichterstattung und allgemeinen Öffentlichkeitsarbeit in verschiedenen Medien veröffentlicht. Die Online-Veranstaltung wird für interne Zwecke aufgezeichnet.
Hier geht es zur Anmeldung.